Die Senner Pferde im Naturschutz


Das Senner Pferd gilt als eine der ältesten Pferderassen Deutschlands. Bereits 1160 wurden diese Pferde im Heidegebiet der Senne urkundlich erwähnt und galten im Mittelalter als eine begehrte Pferderasse und ein angesehenes Handelsgut.

Das seit dem 16. Jahrhundert existierende Gestütsgebäude,in der Nähe des fürstlich-lippischen Jagdschloss Lopshorn, diente der kontrollierten Zucht und fürstlichen Bestandsüberwachung. Ab dem Ende des 17. Jahrhunderts wurden die in Mode gekommenen original arabische Vollblüter eingekreuzt. Ende des 18. Jahrhunderts erweiterten die englischen Vollblüter und Anglo-Araber die Zuchtrichtung, welche bis heute den Zuchttyp der Senner Pferde definieren.

Bis in die Anfänge des 19. Jahrhunderts wurden die Pferdegruppen ganzjährig in der freien Senne gehalten, danach verzichtete man im Winter auf die Haltung in der freien Wildbahn.

Seit 1999 werden einige Senner Wallache und Stuten für die Beweidung von Grasflächen des Naturschutzgebiets Moosheide in der Senne genutzt. Neuere Planungen sehen die Beweidung im Augustdorfer Dünenfeld vor. Das Einsetzen der Großtiere in Beweidungsprojekten dient dem Erhalt der Kultur- und Naturlandschaften.

Wir wandern in der wunderschönen Moosheide und erhoffen uns Blicke auf die einzigartigen Pferde unserer Region. Wenn gewünscht kann anschließend noch das Augustdorfer Dünenfeld kurz besichtigt werden mit Erläuterungen zum neuen Beweidungsprojekt.